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Ademhalingsproblemen bij post-polio-patienten

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Atemfunktionsstörungen und Behandlung bei Polio-Betroffenen

Nach bis zu zwanzig fast beschwerdefreien Jahren stellen sich bei vielen Polio-Betroffenen Erschöpfung, Müdigkeit, zunehmende Schwäche, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Atemnot ein. Circa 40 Prozent der Patienten klagen über Störungen ihrer Atmung. Dabei handelt es sich meistens um mechanische, restriktive Atemstörungen mit Verminderung der Vitalkapazität und Entwicklung einer Hyperkapnie (Kohlendioxid-Zunahmen im Blut).

Wie entsteht eine Atemschwäche bei Polio-Patienten?

Die wesentlichen Muskeln für die Atmung sind:

  • das Zwerchfell
  • die Zwischenrippenmuskeln
  • die Bauchmuskulatur
  • die Muskulatur des Schultergürtels.

Die Ruheatmung wird vor allem vom Zwerchfell geleistet. Für jede verstärkte Atemtätigkeit werden die anderen Muskelgruppen gebraucht. Bei Poliopatienten entsteht nun als Langzeitfolge der Behinderung eine muskulär eingeschränkte Störung der Atemmechanik von Zwerchfell und Hilfsmuskulatur. Allein oder kombiniert bewirkt zudem eine Wirbelsäulenverkrümmung eine weitere Beeinträchtigung von Muskelfunktion und Lungenvolumen.

Neben den durch die Muskelschwäche bedingten Atemstörungen können auch schlafbezogene Atemstörungen vorhanden sein, selbst wenn am Tag die Lungenfunktion noch völlig ausreichend ist. Schlafbezogene Atemstörungen führen zu Atempausen, die zu einem Abfall der Sauerstoffsättigung im Blut führen.


Die wesentlichen Untersuchungen zur Diagnose der Atemstörungen sind:

  • Lungenfunktionsprüfung (Atemkraft und Atemreserve der Lunge werden untersucht)
  • Blutgasanalyse (es wird untersucht, ob der Körper ausreichend Sauerstoff aufnehmen kann und ob ausreichend verbrauchte Luft (Kohlendioxid) abgeatmet wird).
  • Polysomnographie (Schlafuntersuchung, Atemregulation während des Schlafes wird gemessen).

Entsprechend dem Schweregrad der Atemstörung gibt es mehrere Behandlungsmöglichkeiten.

Zunächst können physiotherapeutische Maßnahmen wie:

  • Atemübungen
  • Atemunterstützung (zum Beispiel passive Dehnungen und Kompressionen am Brustkorb).
  • Hilfe beim Abhusten (zum Beispiel Vibrationen, tiefe und forcierte Ausatmung, Klopfungen) den Patienten Erleichterung verschaffen.

Bei erheblicher Schwäche der Atemmuskulatur ist der Patient immer auf eine mechanische Atemhilfe angewiesen, zumal die Atemmuskulatur bei Polio-Patienten schon maximal trainiert ist und sie nicht noch weiter auftrainiert werden kann. Es muss ihr vielmehr die Möglichkeit zur Erholung gegeben werden.

Die Beatmungsgeräte helfen dem überlasteten Muskel, in der Nacht wieder neue Kraft zu schöpfen.

Ziele der häuslichen Beatmung unter Langzeitbedingungen sind:

  • Die Lebensqualität zu verbessern und die Möglichkeit zu schaffen, das individuelle Potential optimal zu entfalten.
  • Die Atemfunktion und den körperlichen Allgemeinzustand zu bessern.
  • Die sekundären Folgen der Atemschwäche zu vermindern und den Krankheitsprozess eventuell zu stabilisieren.

Anhand von Statistiken konnte nachgewiesen werden, dass schon nach einem Jahr Benutzung von Beatmungsgeräten fast normale Werte hergestellt werden konnten.

(Quelle: Polio-Nachrichten, Nr. 2/2002)
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